Lieber Maler, male mir - meiner Frau zum Trotze,
auf meine Wohnungstür -> eine Riesenflasche Bier!
Tja,
da haben wir uns zum Monatsanfang für einen Malerbetrieb entschieden,
der unser neues Zuhause verschönern soll:
"in zwei Wochen ist alles erledigt, da könnense sich drauf verlassen!"
sagte der Herr Pinselquälermeister beim Zuschlag auf sein Angebot zu mir.
Die zwei Wochen sind um:
und weil ich merkte, datt Meister Klecksel dat nich schaffen kann,
weil er immer wieder durch Abwesenheit glänzt,
habe ich zwei Balkone (die mit in seinem Angebot waren!)
mittlerweile von einer anderen Firma streichen lassen.
Das Schlaf- und das Arbeitszimmer und eine kleine Diele und eine Abstellkammer
habe ich nun eigenhändig mit neuer Farbe versehen.
Und nun braucht er immer noch zwei weitere Tage...!
Übermorgen kommen die Möbel.
Wetten, dass er für die Rechnung weniger Zeit braucht?
Hmmm.
Vielleicht habe ich ja dann reichlich Zeit übrig.
Beim Zahlen.
Bissi Tage!
Lo
Hach,
ein schönes Gefühl, nicht ganz vergessen worden zu sein.
Nein, die Flucht vor Pappnasen, Kamelle & Co hat ein gutes Ende gefunden.
Die Heimat hat uns längst wieder.
Doch nun steht ein neuer Ortswechsel bevor:
nur sind neben den Koffern aber auch alle anderen Habseligkeiten zu sichten und zu packen: ein Umzug aus der City an den schöneren Stadtrand steht an.
So ein Ortswechsel in eine schönere Umgebung ist zwar etwas Wunderschönes, doch fällt es mir schwer, mich von einigem liebgewordenen Dingen zu trennen, die schon jahrelang ungenutzt im Keller ihr Dasein fristen.
Wie auch immer: ich habe gelesen, es sei gut, Dinge zu besitzen, doch wichtiger sei es aber, darauf zu achten, dass die Dinge einen nicht besitzen.
Also raus mit den Skiern von 1974, den Schlittschuhen, auf denen ich schon 1972 versuchte, in der Eislaufhalle eine ganze Runde zu schaffen, ohne Hinfallen und ohne rettende Bande zum Festhalten.
Ihre Sandspielsachen werden unsere erwachsenen Kinder sicher nicht mehr mit an den Strand nehmen wollen. Dabei sind sie noch so schön.
Wie die Schlittschuhe und die Skier auch.
Die geblümte Luftmatratze, mit der wir ehemals auf dem Rhein-Herne-Kanal und an der Duisburger Seenplatte paddelten, gerade knappe 36 Jahre alt: sie hält immer noch die Luft. Eigentlich zu schade....
Und die Luftpumpen: wir habe zwar nur zwei Fahrräder, dafür aber fünf Luftpumpen.
Alle noch funktionsfähig! Einfach so zum Sperrmüll?
Ich tu mich da schwer.
Gut, dass meine Lieblingsfrau da anders ist.
Sie wirft Dinge immer wieder mal weg, ohne mich zu fragen.
Heimlich. Meist merke ich es dann auch gar nicht.
Sie kann sich leicht von Dingen trennen.
Hoffentlich nicht eines Tages von mir.
Aber das wird wohl nicht passieren:
ich bin ja noch gut in Schuß und zu gebrauchen...
Bissi Tage - wenn auch zunächst seltener.
Lo.
z.Zt. im Keller.
Heute mittag in Oberhausen
Die Furcht, das Jahr Zweitausendsieben
wäre völlig winterfrei geblieben,
sie machte sich in mir schon breit.
Doch dann hat es ja doch geschneit...
Der Winter, wie ich gern ihn mag,
fiel diesmal auf ´nen Donnerstag.
Der geneigten Leserschaft sei hiermit kundgetan,
dass die Spiegeleien für wenige Tage ruhen werden.
Bissi Tage!
Lo
... am liebsten mit Soße.
Kerl inne Kiste,
da machste mal so ein richtig gemütlichen deutschen Familien-Fernsehsamstagabend
auffem Scheselong im Trainingsanzug, Pulle Bier, Füße und wat zum Knabbern auffen Tisch, biss gespannt, wat der Gottschalk wieder für ein neuen Fummel anhat,
mit wem er da auffet Scheselong sitzt, und watt dat da so für neue Wetten gibt.
Und dann staunze über den dünnen Hungerhaken, der den Kummikubwürfel da unter Wasser mit eine Hand wieder inne richtige Reige kricht, und denx:
dat is mein Faworitt! Der wird Wettkönich!
Ja Scheibenkleister!
Als dat Mädchenpengsionat mit dat Geräuscheraten vom Schrubben vonne Knabberleisten dran war, happich erstmal dat Leergut ausgetauscht.
Dat war nix.
Aber der dickste Hund war doch dat mit den armen Ami-Hund,
der da mittem Wasserglas die Treppe raufmusste.
Kerl inne Kiste, watt happich mich da aufgereecht:
da war aber Senf anne Decke bei mir!
Dat arme Tier, da konnze doch sehen, datt dat kein Spass hatte,
datt Wasser die Treppe rauf und runter zu schleppen.
Hätte der Hund mal besser dat Wasserglas fallenlassen,
und dem Ami-Herrchen feste inne Klöten Delikatessen gebissen:
dann wär der aber die Treppe rauf und runter gedüst.
Nö. Datt dat tumbe Publikum den Blödsinn auch noch belohnt
und den Tölenschinder zum Wettkönich macht, dat happich nich gerafft.
Gezz weiss ich auch, warum dat Fernseh-Anstalt heiss!
Bissi Tage!
Lo