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Schulterbruch und Winterkirschen

Gestern lag wieder dat wöchentliche Verschenkblättchen im Briefkasten. Datt der Inhalt überwiegend aus Anzeigenwerbung und kiloschweren Werbebeilagen besteht, über die sich dat Blatt finanziert, stört auch nicht. Man muss et ja nicht lesen. Und wenne mal wat zu tapezieren hass, dann hasse richtich wat für zum Unterlegen und Abkleben oder auch für zum Einpacken, wenne mal umziehen muss. Früher hättste das ganze Papier auch noch gut für zum Verfeuern gebrauchen können, gezz nich mehr. Wer hat schon ´n Kohleofen?

Apropos Kohle. Irgendwie hasse immer dat Gefühl, datte ewich auf Deubelkommraus verkohlst wirss. Aber auch von dieset harmlose Gratisblättchen. Da musse nich allet glauben, wat da drinsteht.

Hier zum Beispiel - stand gestern drin:

amazon weihnachten

Schomma vorweg: dat muss man nich glauben. Dat wird immer wieder behauptet.
Is aber nix dran.

Na gut, immerhin wurde ich ja nur kostenfrei bekrückt.

Aber et gibt ja auch Leute, die kaufen sich ihre tägliche Dosis Bekrücktwerden anne Bude. Für richtiget Geld! Und dann wundern se sich, wenn se sowatt zu lesen kriegen:
Blatt

Ja, und heute gab et vonne BILD wohl wat ganz Besonderet im Angebot:

Schulterbruch Kohlenspott

Peter Kraus zeigt seinen Schulterbruch?

Gezz ma ährlich: wer will denn sowat gruseliget sehen?

Wenn dat Schule macht, dann kann et sein, datt morgen ein anderer Promi seinen Nagelpilz zeigt und übermorgen ein Politiker seine berufsbedingten Winterkirschen* vom vielen Sitzen.

Oder hat dat gezz wat mit Halloween zu tun?

Peter, mir kraust vor dir!

Bissi Tage!

 
*Winterkirschen: andere Bezeichnung für Hämorrhoiden
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Bitte besuchen Sie auch meine Filiale KOHLENSPOTT.de
diefrogg - Fr, 13. Okt, 15:54

Was für eine negative ...

... Kritik für ein Print-Produkt. Dabei muss man bald froh sein, wenn solche Dinger noch erscheinen. Ihr Anzeigenblatt ist ja wirklich köstlich Gruss von der Print-Journalistin ;-)

Lo - Fr, 13. Okt, 16:15

Nee....

... in Wirklichkeit überhaupt nicht.
Ich schätze dieses zwei Mal wöchentlich erscheinende Anzeigenblatt gar nicht so gering, wie es hier vielleicht so juxweise von mir dahingeschrieben scheint.
Es ist für die vielen Bürger, die sich ein Tageszeitungsabo nicht leisten können, die einzige Quelle für Lokales.
Und nicht nur das: ich bemerke, dass sich in dem "Wochenanzeiger" weit mehr Familienanzeigen, wie Sterbefälle, Geburten, Hochzeit und andere Glückwünsche wiederfinden, als in der normalen Tageszeitung. Die günstigeren Preise für´s Inserieren, aber auch die sehr große Verbreitung über "alle Haushalte" sprechen dafür.
Herzlichen Gruß zurück!

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